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All-on-4 und All-on-6 in der Türkei: Feste Zähne auf Implantaten
Ein festsitzender Zahnersatz für einen ganzen Kiefer, getragen von wenigen Implantaten.
Was ist All-on-4 beziehungsweise All-on-6?
Das Konzept versorgt einen zahnlosen oder weitgehend zahnlosen Kiefer mit einer festsitzenden Brücke, die auf vier oder sechs Implantaten ruht. Die hinteren Implantate werden häufig schräg gesetzt, um vorhandenen Knochen besser zu nutzen.
Gegenüber einer herausnehmbaren Vollprothese bietet die feste Lösung meist mehr Stabilität beim Kauen und Sprechen. Ob vier oder sechs Implantate sinnvoll sind, richtet sich nach Knochenqualität und Belastung.
Der Begriff beschreibt ein chirurgisch-prothetisches Konzept und keine einheitliche Methode. Planung, Materialwahl und Ablauf unterscheiden sich zwischen Praxen, daher lohnt ein ausführliches Beratungsgespräch.
Technik und Vorgehen
Die Planung basiert auf einer dreidimensionalen Aufnahme des Kiefers, ergänzt durch Abdrücke oder Scans. Nicht erhaltungswürdige Zähne werden entfernt, anschließend werden die Implantate gesetzt.
Häufig wird zeitnah eine provisorische Brücke befestigt, die während der Einheilung getragen wird. Nach mehreren Monaten wird sie durch die endgültige Brücke aus Zirkonoxid, Keramik oder Kunststoff-Verbund ersetzt.
Die Brücke wird häufig verschraubt, damit sie zur Reinigung oder Reparatur abgenommen werden kann. Eine sorgfältige Einstellung von Biss und Kauflächen schützt Implantate und Material vor Überlastung.
Wer kommt infrage?
In Betracht kommen Erwachsene mit starkem Zahnverlust, nicht erhaltungswürdigen Zähnen oder Beschwerden mit einer Vollprothese. Ein gewisses Knochenangebot ist notwendig, kann aber durch das Konzept teils ohne aufwendigen Knochenaufbau genutzt werden.
Die Eignung muss individuell fachärztlich geprüft werden. Zu den Faktoren, die besonders berücksichtigt werden, zählen:
Ein Beratungsgespräch vorab hilft, Erwartungen an Aussehen, Kaugefühl und Zeitplan realistisch einzuordnen.
- Zustand von Knochen und Zahnfleisch
- Rauchen, Diabetes und Allgemeinerkrankungen
- Zähneknirschen und Bisslage
- Bereitschaft zu konsequenter Pflege und Nachsorge
Behandlungstag, Heilung und Ergebnis
Der Eingriff dauert pro Kiefer meist mehrere Stunden und erfolgt häufig mit Sedierung oder Vollnarkose. In den ersten Tagen sind Schwellungen, Blutergüsse und ein Spannungsgefühl üblich.
In der Einheilzeit wird weiche Kost empfohlen. Die endgültige Brücke wird typischerweise nach drei bis sechs Monaten angefertigt, was meist einen zweiten Aufenthalt erfordert. Regelmäßige Kontrollen sichern das Ergebnis.
Auch nach dem endgültigen Einsetzen sind Anpassungen des Bisses möglich. Zwei- bis dreimal jährliche Kontrollen mit professioneller Reinigung werden in der Regel empfohlen.
Risiken und wichtige Hinweise
Mögliche Komplikationen sind Infektionen, Implantatverlust, Bruch oder Lockerung von Brückenteilen sowie Entzündungen des Gewebes um die Implantate. Sorgfältige Reinigung unter der Brücke mit speziellen Hilfsmitteln ist unverzichtbar.
Sprechen Sie vorab über Nachsorge, Austauschmöglichkeiten und die Dokumentation der verwendeten Implantatsysteme. So kann auch eine Zahnarztpraxis in Ihrer Heimat Wartung und Kontrolle übernehmen.
Häufig gestellte Fragen
Bekomme ich am Tag des Eingriffs feste Zähne?
Was ist der Unterschied zwischen All-on-4 und All-on-6?
Kann ich Zahnersatz ohne Knochenaufbau erhalten?
Ergebnisse und Heilungszeiten sind von Mensch zu Mensch verschieden. Jede Behandlung beginnt mit einer medizinischen Untersuchung durch einen approbierten Facharzt.
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